Ein Fundex-Pfahl ist ein patentierter, vibrationsfreier Fundamentpfahl, der mit einer einzigartigen „Ramm-ohne-Ramm“-Technik installiert wird. Dieser erdverdrängende Betonpfahl wird hergestellt, indem ein Stahlhilfsrohr schraubend in den Boden eingebracht wird, woraufhin der Pfahl vor Ort gegossen wird. Diese innovative Fundamentierungsmethode eliminiert Vibrationen und Lärmbelästigung vollständig.
Was genau ist ein Fundex-Pfahl und wie funktioniert er?
Ein Fundex-Pfahl ist ein vibrationsfreier, in den Boden eingebrachter, erdverdrängender Betonpfahl, der mithilfe eines eingeschraubten Stahlhilfsrohrs hergestellt wird. Wir sind die Erfinder dieses innovativen Pfahltyps, der das herkömmliche Rammen vollständig durch einen kontrollierten Schraubvorgang ersetzt.
Das Funktionsprinzip ist in der Fundamentbranche einzigartig. Der Pfahl wird durch ein Stahlhilfsrohr installiert, in das eine lose Bohrspitze eingeschraubt wird, um durch axialen Druck und Drehmoment die gewünschte Tiefe zu erreichen. Nach Erreichen der gewünschten Pfahlspitzenhöhe wird die Bewehrung in das Rohr eingehängt, woraufhin Beton eingefüllt wird. Das Rohr wird anschließend oszillierend herausgezogen, wobei die Bohrspitze im Boden verbleibt.
Die technischen Spezifikationen verdeutlichen die Vielseitigkeit des Systems. Die Standard-Schachtdurchmesser reichen von 380 mm bis 540 mm, mit entsprechenden Bohrdurchmessern von 450 mm bis 660 mm. Die Pfähle können bis zu einer Länge von ca. 35 bis 40 Metern eingebaut werden und werden vorzugsweise über die gesamte Länge mit vorgefertigten Bewehrungskörben bewehrt.
Warum entscheiden sich immer mehr Bauprojekte für Fundexpalen?
Fundamentpfähle bieten eine 100-prozentige Bodenverdrängung ohne Vibrationen oder Lärmbelästigung, wodurch sie sich ideal für städtische Umgebungen und sensible Standorte eignen. Das einzige Geräusch während der Installation stammt vom Motor der Bohrmaschine und ist vergleichbar mit den Geräuschen bei gewöhnlichen Bauarbeiten.
Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Fundamentierungsmethoden sind erheblich. Da der Boden nicht durch Vibrationen gestört wird, kommt es weder zu einer Bodenlockerung noch zu einer Verringerung des Konuswiderstands. Dies führt zu einer hohen zulässigen Tragfähigkeit und macht die Pfähle sowohl als Druck- als auch als Zugpfähle äußerst geeignet.
Ein praktischer Vorteil besteht darin, dass kein Aushub erforderlich ist. Der Boden wird während des schraubartigen Einbringvorgangs seitlich verdrängt, was Zeit und Kosten spart. Zudem besteht keine Gefahr von Schäden an angrenzenden Grundstücken während der Herstellung des Pfahls, was in dicht bebauten Gebieten von entscheidender Bedeutung ist.
Für Projekte mit begrenztem Arbeitsraum bieten Fundexpfähle Flexibilität. Die Pfähle können in einem Abstand von etwa 0,9 Metern senkrecht zu angrenzenden Bauten gesetzt werden, und es sind Stützverhältnisse von bis zu 4:1 nach vorne und 2:1 nach hinten möglich.
Für welche Projekte eignen sich Fundexpfähle?
Fundexpfähle eignen sich für Bodenfestigkeiten von etwa 1 bis 20 MPa und sind für eine Vielzahl von Bauprojekten geeignet. Sowohl der Wohnungsbau als auch der Gewerbebau und Infrastrukturprojekte profitieren von ihren vibrationsfreien Eigenschaften.
Im Wohnungsbau sind Fundexpfähle besonders wertvoll für Projekte in städtischen Gebieten, in denen bestehende Gebäude geschützt werden müssen. Da keine Vibrationen auftreten, werden Schäden an benachbarten Wohngebäuden und der Infrastruktur vermieden. Bei Wohn- und Bürogebäuden sorgt die Kombination aus hoher Tragfähigkeit und geräuscharmem Arbeiten für optimale Ergebnisse.
Infrastrukturprojekte wie Brücken, Viadukte und Industrieanlagen nutzen die Fähigkeit, große Druck- und Zugkräfte aufzunehmen. Die Pfähle eignen sich zur Begrenzung von Verformungen, was für Präzisionsinfrastruktur von entscheidender Bedeutung ist.
Besondere Situationen, in denen Fundamentpfähle vorzuziehen sind, sind Projekte in der Nähe von Krankenhäusern, Schulen oder anderen lärmempfindlichen Standorten. Auch bei Bauarbeiten in historischen Innenstädten oder in der Nähe von denkmalgeschützten Gebäuden bieten sie die perfekte Lösung für eine Fundamentierung ohne das Risiko von Vibrationsschäden.
Wie werden Fundexpfähle vibrationsfrei installiert?
Die Installation von Fundexpalen erfolgt nach einer siebenstufigen Schraubmethode, die völlig vibrationsfrei ist. Diese Technik wird daher auch als „Rammen ohne Rammen“ bezeichnet, da der Pfahl buchstäblich in den Boden geschraubt statt gerammt wird.
Der Prozess beginnt mit der Platzierung eines Stahlhilfsrohrs, das mit einer losen Bohrspitze versehen ist, auf Bodenhöhe. Dieses Rohr wird anschließend durch die gleichzeitige Einwirkung von axialem Druck und Drehmoment schraubend in die Tiefe gebracht. Dieser kontrollierte Prozess drückt den Boden ohne Stöße oder Vibrationen zur Seite.
Sobald die gewünschte Pfahlspitzenhöhe erreicht ist, wird die Bewehrung im Rohr angebracht. Das Rohr wird direkt aus der Mischanlage mit Beton befüllt, wobei alle Festigkeitsklassen verwendet werden können. Der entscheidende Schritt ist das oszillierende Ziehen des Rohrs, wobei die Bohrspitze im Boden verbleibt und der Betonpfahl perfekt geformt wird.
Unser moderner Maschinenpark umfasst verschiedene Gerüste, darunter die Modelle F12SE, F15, F2800 und F3500, die jeweils für spezifische Projektbedingungen optimiert sind. Die Aufstellfläche von ca. 7 x 12 Metern und eine Gerüsthöhe von ca. 35 Metern ermöglichen Arbeiten auf relativ kleinen Flächen. Für weitere Informationen zu Ihrem konkreten Projekt können Sie uns über unsere Angebotsseite kontaktieren.
Diese innovative Verfahrentechnik hat uns in mehr als 70 Jahren internationaler Erfahrung zum weltweiten Marktführer im Bereich vibrationsfreier Fundamenttechniken gemacht. Das Verfahren garantiert einen perfekten Pfahlschacht ohne Unterbrechungen und bietet die Zuverlässigkeit, die moderne Bauprojekte erfordern.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet ein Fundex-Pfahl pro Meter und wovon hängt der Gesamtpreis des Projekts ab?
Die Kosten für Fundexpfähle variieren in Abhängigkeit von Faktoren wie Pfahlänge, Durchmesser, Bodenbeschaffenheit und Projektumfang. Für ein genaues Preisangebot empfehlen wir Ihnen, über unsere Angebotsseite Kontakt mit uns aufzunehmen, wo unsere Spezialisten auf der Grundlage Ihrer spezifischen Projektanforderungen ein maßgeschneidertes Angebot erstellen können.
Wie lange dauert die Installation von Fundepfählen im Vergleich zu herkömmlichen Rammpfählen?
Fundexpfähle lassen sich in der Regel schneller einbringen als herkömmliche Rammpfähle, da keine Wartezeiten aufgrund vibrationsempfindlicher Zeitfenster anfallen und kein Aushub erforderlich ist. Ein durchschnittlicher Pfahl kann je nach Tiefe und Bodenverhältnissen innerhalb von 30 bis 60 Minuten eingebracht werden.
Was passiert, wenn der Boden beim Bohren unerwartet hart wird?
Unser moderner Maschinenpark verfügt über hohe Drehmomente und Axialdruck, die sich an wechselnde Bodenverhältnisse anpassen lassen. Bei unerwartet harten Schichten passen wir die Einstellparameter an oder können auf eine schwerere Maschine aus unserem Maschinenpark der F-Serie umsteigen.
Können Fundexpalen bei hohem Grundwasserspiegel eingesetzt werden?
Ja, Fundexpfähle eignen sich hervorragend für Standorte mit hohem Grundwasserspiegel. Da der Pfahl vor Ort in ein geschlossenes Hilfsrohr gegossen wird, tritt während der Installation kein Grundwasser ein. Dadurch eignet sich diese Technik ideal für Projekte in Poldern und Küstengebieten.
Wie wird die Qualität des Betonpfahls während des Gießvorgangs kontrolliert?
Die Qualität wird durch die Verwendung von zertifiziertem Beton direkt aus der Mischanlage und den kontrollierten oszillierenden Einzugsprozess des Hilfsrohrs gewährleistet. Darüber hinaus können Integritätsprüfungen wie der PIT (Pile Integrity Test) durchgeführt werden, um die Pfahlqualität zu überprüfen.
Ist für den Einsatz von Fundexpalen in städtischen Gebieten eine besondere Genehmigung erforderlich?
Aufgrund ihrer vibrationsfreien Eigenschaften sind in der Regel keine besonderen Genehmigungen erforderlich. Fundexpfähle fallen unter die üblichen Baugenehmigungen. Da sie vibrationsfrei sind und nur geringe Geräusche verursachen, eignen sie sich ideal für städtische Projekte, bei denen herkömmliche Rammverfahren oft Einschränkungen unterliegen.